Erdbeeren im Blumenkasten

Erdbeeranbau Blog

20. März 2016
von erdbeeranbauer
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Meine ältesten Erdbeeren im Blumenkasten

Häufig schreibe ich darüber, wie Erdbeeren gepflanzt, gesät oder gar selbst Samen zur Aussaat gewonnen werden.

Heute sind mal die „Alten“ dran.

Erdbeeranbauer.de gibt es nun seit April 2009! Das sind knapp 7 (sieben!) Jahre! Und bei diesem Altern gibt es nicht nur Nachwuchs sondern auch Erdbeerveteranen. Die Erdbeeren der allerersten Stunde gib es leider nicht mehr. Es handelte sich und Erdbeeren der Sorte Beltran, die haben mir viel Freude bereitet. Aber deren Ableger leben noch. Ungewöhnlich, denn man sagt, dass nach etwa drei Jahren Erdbeerpflanzen ausgetauscht werden sollten, da der Ertrag dann nicht mehr stimmt. Sicher, der Ertrag ist mager. Oft handelt es sich auch kleinere Früchte. Aber dennoch: ich hänge eben an meinen Alten…

Und hier sind sie:

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19. März 2016
von erdbeeranbauer
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Was ist mulchen?

Unter mulchen versteht man die Abdeckung des Mutterbodens im Beet mit organischen Materialien, die dann verrotten können: Das kann Rasenschnitt genauso wie Rindenmulch, Stroh ebenso wie Häckselgut oder Laub. Aber nicht jedes Material eignet sich gleichermaßen!

Mulchen stellt eine traditionelle Verbesserung des Bodens dar. Es gibt Pflanzen, die einen lockeren, humushaltigen Boden mit guter Durchlüftung bevorzugen. Diese Pflanzen wachsen in einem üblichen Beet nicht so gut, wie sie es in geeigneter Umgebung könnten. Mit dem richtigen Mulch geht es den Pflanzen einfach besser.

Vorteile des Mulchens:
Mit dem Mulchen erhält der Boden die fehlende Lockerheit.
Ein einheitlich abgedeckts Beet kann schöner aussehen.
Das Mulchen verhindert Unkraut: Da der Boden abgedeckt ist, kann es nicht mehr wachsen.
Mulchen mit dem richtigen Material verbessert gezielt den Boden: Eichenlaub senkt etwa den pH-Wert sauren Bodens, Kiefernrindenmulch erhöht den PH-Wert.
Verschiedene Kräuter können direkt als Stärkung der Pflanzen wirken, andere hingegen wirken abschreckend auf Schädlinge.Der Boden bleibt feuchter, da er abgedeckt ist, und das Wasser nicht so schnell verdunsten  kann und Regenwasser langsamer abfließt.
Das verrottende organische Material bietet verschiedenen Kleinstlebewesen eine Heimat, das ist für den gesamten Boden und somit für die Pflanzen im Beet ein immenser Vorteil.
Rasenschnitt kann gut durch Mulchen „entsorgt“ werden. Mann spart sich die Fahrt zur Entsorgung und tut dem Beet gleichzeitig etwas Gutes.
Der Mulch wirkt als Wärmedämmschicht: Die Bodentemperatur bleibt gleichmäßiger – nachts wärmer, tagsüber kühler – was den Pflanzen ganz gut gefällt.

Nachteile des Mulchens:
Einige Materialien wie Rindenmulch, insbesondere aus Kiefer- oder anderer Nadelbaumrinde entzieht dem Boden wertvolle Nährstoffe (In diesem Fall Stickstoff). Rindenmulch ist daher eher aus ästhetischen Gründen im Einsatz. Eine Bodenverbesserung ergibt sich erst langfristig.

 

2. März 2016
von erdbeeranbauer
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Grundsätzliches für das Erdbeerbeet – natürlicher Erdbeeranbau

  1. Richtig düngen ist wichtig – aber langsam: es sollte langsam und ausgewogen gedüngt werden. Soll kein spezieller Beerendünger zum Einsatz kommen, kann auch natürlich gedüngt werden. Dazu wird Komposterde untergearbeitet, mit Gründüngung gearbeitet oder gemulcht. Die Gefahr der Überdüngung ist nicht zu unterschätzen: Die Pflanzen werden „schluffig“ weich und sind nicht mehr so widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Krankheiten.
    Überdüngung kann auch den Läusebefall begünstigen: Durch die Düngung steigt der Zuckeranteil in dem Pflanzenzellen – das mögen die Läuse natürlich!
  2. Richtig Pflanzen – der Pflanzabstand machts! Ein Erdbeerbeet ist eine Monokultur mit allen entsprechenden Risiken. Daher sollten Erdbeeren nicht zu dicht gepflanzt werden. Ausreichender Abstand verhindert die Ausbreitung von Pilzerkrankungen und erschwert Schädlingen das Leben.
  3. Abwechslung machts: Muss es immer ein Erdbeerbeet sein? Ich habe gute Erfahrungen mit verteilten Erdbeerpflanzen im Garten gemacht. Das ist natürlich nicht fürs effektive Ernten gedacht. Aber es macht auch Freude, überall Erdbeeren zu finden – fast die an Ostern – den ganzen Sommer über!
  4. Artenvielfalt: Verschiedene Erdbeersorten haben verschiedene Resistenzen und sind unterschiedlich widerstandsfähig. Das sollte man sich zu Nutze machen und verschiedene Sorten pflanzen! Das macht auch den Genuss bei der Ernte abwechslungsreicher.
  5. Immer locker bleiben: Ist der Boden zu stark verdichtet, bekommen die Wurzeln Probleme.
  6. Nach drei bis vier Jahren darf das Erdbeerbeet auch mal ein anderes Beet werden. Fruchtfolge verringert die Gefahr von Pilzerkrankungen und Auszehrung des Bodens.

27. Februar 2016
von Gast Autor
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Wurzelschutzfolie

Wurzelschutzfolie für saubere Pflanzenbeete
So mancher Hobbygärtner hat sich schon gewundert, dass in den Erdbeerfeldern der Profis viel mehr Erdbeeren reifen und diese weniger von Fäulnis betroffen sind. Zudem können sie früher geerntet werden. Das Geheimnis darin liegt an der Verwendung von Gartenbaufolie. Dieser Wuchsbeschleuniger, der früher nur Gartenbaubetrieben vorbehalten war, ist jetzt auch für Hobbygärtner erhältlich.
Woraus besteht Gartenbaufolie und welche Vorteile bietet sie?
Gartenbaufolie ist ein umweltfreundliches und witterungsbeständiges schwarzes Vliesgewebe aus Polypropylen. Dieses Vlies ist reißfest, aber wasserdurchlässig. Das Gewebe der UV-stabilisierten Gartenbaufolie ist extrem langlebig . Sie ist so leicht, dass der Hobbygärtner die Vliesfolie ohne große Mühe auf seine Beete bringen kann. Viele Freizeitgärtner haben nur an den Wochenenden oder wenige Stunden am Abend Zeit für ihren Garten und für sie ist es nicht so einfach ihre Beete zu pflegen. Das Vlies hilft dabei, das Beet weitgehend unkrautfrei zu halten. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass diese nicht zu schnell austrocknen. Unter der Folie kann kein Unkraut wachsen und Wurzeln können nicht durch das Gewebe dringen. Auf der ausgelegten Gartenbaufolie kann man, je nach Wunsch, Rindenmulch oder Kies verteilen.
Gartenbaufolie für den Anbau von Erdbeeren
Erdbeeren sind sehr empfindliche Früchte, die allerlei Gefahren ausgesetzt sind. Neben Staren und Schnecken die manchmal, als ungebetene Erntehelfer, in den Beeten einfallen, können sie besonders in längeren Regenperioden und bei direktem Kontakt mit der Erde schnell von Fäulnis befallen werden. Durch die Folie wird dieser Effekt zurückgedrängt, denn die Pflanzen über der Folie stehen weitgehend im Trockenen, sodass die Früchte optimal und sauber reifen können. Dafür sorgt auch das Material, was über der Folie ausgebracht wird. Eventuell auftretende kleine Unkräuter, die sich durch Anflug in den Beeten verirren, kann der Hobbygärtner rasch entfernen. Ein weiterer Pluspunkt der Gartenbaufolie ist eine um bis zu vier Wochen frühere Ernte der Früchte und bei bestimmten Sorten sogar eine längere Ernte.
Blumen und andere Pflanzen
Was für Erdbeeren gilt, trifft natürlich auch auf andere Pflanzen zu. Die entsprechend vorbereiteten Beete verhelfen auch den Blumen zu einem besseren Start ins Gartenjahr und schützen die Wurzeln von mehrjährigen Stauden im Winter vor Frost. An den beabsichtigten Pflanzstellen schneidet man einfach Löcher in die Folie. Das geht am besten über einen kreuzförmigen Schnitt, sodass die Unkrautfolie anschließend wieder um die Pflanze herum angepasst werden kann. Sonst entsteht ein Zwischenraum, in dem sich unerwünschte Unkräuter ansiedeln können. Das kreuzweise einschneiden ist ebenfalls vorteilhaft, wenn die Folie um bestehende Pflanzen ausgelegt werden soll.

3. Januar 2016
von erdbeeranbauer
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Kandierte Erdbeeren

Süßes noch süßer? Aber sicher – mit kandierten Erdbeeren

Wer die Zeit hat, kann Erdbeeren durch das Kandieren haltbar machen.

Kandieren:

Zutaten: Zucker, Wasser oder Fruchtsaft

Vorbereitung: Die Erdbeeren werden in eine Schüssel gegeben und soviel Wasser oder Fruchtsaft zugegeben, bis alle Früchte gerade bedeckt sind. Nun wird die Flüssigkeit wieder abgekippt, aufgefangen und gemessen. Je 100ml Flüssigkeit benötigt man 60g Zucker.

Kandieren: Die Flüssigkeit wird mit dem Zucker aufgekocht. Dann lässt man sie sich wieder auf Raumtemperatur abkühlen. Die Erdbeeren und die Flüssigkeit kommen in eine Dose oder einen Topf mit Deckel, Jetzt ist Geduld gefragt: Weiter geht es erst am nächsten Tag.

Die Flüssigkeit wird nun wieder abgekippt und aufgefangen. Es kommt noch weiterer Zucker dazu: 20g – 25g pro 10ml. Wieder die Flüssigkeit aufkochen, diesmal auf 40°C abkühlen lassen und die Erdbeeren damit im Gefäß übergießen.

Am nächsten und übernächsten Tag dieses wiederholen (abkippen, Zucker dazu, aufkochen) aber diesmal nur ein paar Minuten abkühlen lassen.

Am Fünften Tag geht es wieder los (abkippen, Zucker dazu, aufkochen), dann aber die Früchte kurz in die kochende Flüssigkeit legen. Anschließen dieFrüchte ein bis zwei Tage auf einem Gitter trocknen lassen.

Aufbewahren: in einer Dose, aber nicht stapeln!

16. November 2015
von erdbeeranbauer
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Erdbeeren überwintern

Wie soll ich meine Erdbeeren richtig überwintern, dass sie nächstes Jahr wieder frisch und kräftig austreiben können?

Diese Frage beschäftigt insbesondere jede Balkongärtnerin und jeden Balkongärtner immer wenn es wieder Herbst wird und die kalte Jahreszeit bevor steht.

Grundsätzlich: Erdbeerpflanzen gehören zu den „Harten im Garten“, d.h. zu den winterharten Pflanzen. Erdbeeren sind mehrjährig und halten den Winter im Freien durchaus auch ohne Hilfe aus. Bei seinen geliebten Schätzchen im Beet oder im Blumenkasten will man aber auf Nummer sicher gehen. Schließlich sollen die Pflanzen im nächsten Jahr wieder einen guten Ertrag liefern. Dazu ist es nötig, dass die Erdbeerpflanzen kräftig aus der Winterpause kommen und im Frühjahr gleich loslegen können.

Für alle Erdbeerpflanzen gilt: Im Herbst ist es vor dem Überwintern nötig, sich noch einmal intensiv um die Erdbeeren zu kümmern: Zum winterfest machen gehört vertrocknete Blätter zu entfernen, Ranken – wenn nicht schon geschehen – abzuschneiden. Sollten schon Ausläufer angewachsen sein, sollte man folgende Überlegung anstellen: Sind die Erdbeeren schon zu dicht? Dann müssen sie entsprechend reduziert werden. Die Pflanzen können an anderer Stelle wieder eingesetzt werden, sofern man sie vorsichtig, ohne die Wurzeln oder das Herz zu beschädigen, ausgräbt. (Beim Wiedereinpflanzen bitte einige Tage lang gießen!)
Nun sollte die Erde etwas aufgelockert und mit wenig Sand vermengt werden. Besonders bei Blumenkästen und Blumentöpfen ist das nötig, da die Erde im Laufe des Sommers durch gießen und trocknen recht fest wird.
Letztendlich kann die Erde noch mit ein wenig Beerendünger vorbereitet werden

Für Erdbeerpflanzen im Beet sieht die Sache recht einfach aus: Obwohl die Pflanzen tieferen Temperaturen als ihre Kollegen in den Blumenkästen auf dem Balkon ausgesetzt sind, sind sie besser geschützt: Oft ist der Boden nur an der Oberfläche gefroren und einfache Unterstützungsmaßnahmen können den Pflanzen das Überwintern leicht machen. Ja nach Standort werden die Pflanzen mit etwas Stroh oder Reisig abgedeckt – was ab meist nicht zwingend nötig ist. Ggf. können sie auch mit einem Vlies geschützt werden.
Diese Abdeckungen erfüllen zwar die Funktion eines Kälte schützen. Wichtiger als ein Schutz vor Kälte ist ein Schutz vor Wind: Er kann dafür sorgen, dass die Erdbeerpflanzen zu trocken werden!

Für Erdbeerpflanzen im Blumenkasten, Erdbeeren im Topf oder im Kübel ist etwas Schutz nötig, damit die Pflanzen es unbeschädigt durch die kalte Jahreszeit schaffen. Ein Blumenkasten oder ein Topf kann im Gegensatz zum Beet im Winter durchaus komplett durchfrieren – damit wäre die Erdbeerpflanze erledigt… Daher müssen die Pflanzgefäße mindestens an die Hauswand in eine windgeschützte Ecke heran geschoben werden. Zudem können die Töpfe mit Noppenfolie eingewickelt werden. Aber Vorsicht: Nicht die ganze Pflanze luftdicht einwickeln, sonst bildet sich leicht Schimmel!
Alles was im Beet möglich ist, kann man auch hier machen: Reisig, Stroh, Vlies,… je nach Region und Standort kann das sinnvoll sein.

Während des Winters schaut man ab und an nach seinen Pflänzchen: hin und wieder etwas Wasser schützt vor dem Austrocknen, regelmäßige Kontrolle bringt Hinweise auf Schimmel oder Schädlinge.

26. Mai 2015
von erdbeeranbauer
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Pflanzen für den Balkon

Pflanzen für den Balkon? Na Erdbeeren, ist doch klar. Seit dieser Saison haben Erdbeerpflanzen bei uns sogar die klassischen Geranien vor dem Fenster abgelöst!

Senga Sengana als Balkonzierde - keine Hängeerdbeere?

Senga Sengana als Balkonzierde

Dass Erdbeeren auch „Balkon können“ habe ich hier schon einige Male erwähnt, dass Hängeerdbeeren ein kreativer und schmackhafter Ersatz für manche Zierpflanzen sein können auch. Insbesondere vor unansehnlichen Fassaden oder Balkongeländern macht sich die stark rankenbildende Senga Sengana sehr gut! Die wohlschmeckende Früchte bildende Lambada soll es heuer bei uns vor dem Fenster richten.

Aber ja, ich gebe zu, nur Erdbeeren alleine sind auch nicht ganz das Wahre. Im Casando-Magazin habe ich bei der Suche nach Balkonmöbeln einen netten Überblick über Balkonpflanzen gelesen. Besonders praktisch fand ich, dass nach sonnigem und schattigem Balkon sortiert wurde, wohl das erste, wenn nicht Problem, so doch Kriterium bei der Balkonbepflanzung.

Den Ratschlag zu Beginn, seine Balkonbepflanzung zu planen, kann ich nur unterstützen. Ab in den Baumarkt, kaufen was gefällt und irgenwie einpflanzen funktioniert nur in den seltensten (Zu)fällen. Es mach Sinn, sich vorher zu überlegen, welche Pflanzen sind für den Standort geeignet, welche Pflanzen passen zu meinem Zeitkontingent und zu meinen Wünschen an den Balkon.

Nach dem Kriterium schattig oder sonnig (nun, es gäbe ja auch noch halbschattig, was wiederum andere Pflanzen erfordert) spielt natürlich auch eine Rolle, was ich mit und auf dem Balkon sonst noch tun möchte. Soll es dicht wuchern, gepflegt wachsen oder prächtig blühen? Oder entspannt etwas Grün mit geringem Pflegeaufwand? Natürlich auch wichtig: Sind Kinder auf dem Balkon? Gerade für sie wäre eine Blumenampel oder einige Töpfe mit Erdbeeren ideal!

Leider sind im Artikel „Die richtige Pflanze für den Balkon“ nur recht wenige Pflanzen vorgestellt. Erdbeeren wurden missachtet und eine Pflanze empfohlen, von der ich dringend abraten würde – vor allem wenn Kinder im Haushalt Leben: Alle Pflanzenteile der empfohlenen Engelstrompete können tödlich giftig sein!

15. Mai 2015
von erdbeeranbauer
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Biologische Schneckenbekämpfung mit Eierschalen

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Schnecken im Beet können biologisch auch mi Eierschalen bekämpft werden.
Dazu müssen Eierschalen zebröselt (nicht gemalen) werden und gleichmäßig im Beet verteilt werden.
Dabei wird ausgenutzt, dass es für Schnecken unangenehm ist, die Bruchkante der Schalen zu überqueren. Somit wird der „Transitverkehr“ der Schnecken deutlich vermindert.
Angenehmer Nebeneffekt ist die Bodenverbesserung durch die kalkhaltigen Eierschalen.

28. April 2015
von erdbeeranbauer
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Erdbeere „Korona“ im Beet

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Ein schönes Exemplar der Erdbeersorte Korona (fragaria ananassa).

Die süßen, sehr aromatischen und typisch erdbeerig duftenden Früchte sind im Juni/Juli reif.
Sie brauchen an einem sonnigen Standort relativ wenig Wasser und sind auch sonst recht pflegeleicht.

13. April 2015
von erdbeeranbauer
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Endlich wieder Erdbeeren säen!

2015-04-10 17.08.01Nach den Schnellschüssen in den letzten Jahren konnte ich mich heuer zur Geduld durchringen: Die Aussaat der Erdbeersamen hatte ich mir für dieses sonnige Wochenende erst vorgenommen, anstatt sie schon im kalten, lichtlosen Februar auszusäen.

Die Erdbeeraussaat Ende Februar brachte den Pflänzchen zwar einen Zeitvorsprung von einigen Wochen, durch fehlendes Licht brachte das aber keinen Vorteil im Laufe des Jahres. Eher im Gegenteil: Die Februarpflänzchen waren im Sommer deutlich kleiner und schwächer als später gesäte Erdbeeren. An eine Ernte ist im ersten Jahr sowieso kaum zu denken, aber etwas größer hatte ich sie mir für die Überwinterung immer vorgestellt. Natürlich ließe sich mit künstlicher Beleuchtung nachhelfen. Aber schließlich bewege ich mich im Hobbybereich und nicht im Erwerbsanbau…

2015-04-10 17.10.28Als Samen habe ich mir dieses Jahr eine wirklich bunte Mischung herausgesucht: Bunte Erdbeeren, von weiß bis schwarz, auch gelb, blau, lila und grün soll dabei sein. Nun, wir werden sehen, ob das Versprechen zu halten ist. das Werbefoto sieht zumindest ziemlich fotogeshoppt aus (falls es dieses Wort geben sollte), aber ein bisschen Spaß muss sein.

2015-04-10 17.07.54Also los gings: Standesgemäß nutze ich dieses Jahr einen kleinen Blumenkasten anstatt einer Saatschale. Er erfüllt aber den gleichen Zweck. Gefüllt mit Anzuchterde und etwas vorgewässert war er bereit für die Aussaat der Erdbeeren.

2015-04-10 17.11.102015-04-10 17.11.57Die Nüsschen waren in einer Kunststofftüte verpackt, was nciht ganz optimal ist: Eine Papiertüte wäre besser gewesen. Nachdem sie Nüsschen (Samen) aus der Verpackung geholt waren, habe ich sie einzeln gleichmäßig auf die etwas angedrückte Erde gelegt. Die Samen dürfen nicht eingegraben werden, da Erdbeeren zum Keimen etwas Licht benötigen.

Anschließend habe ich mit einer Wäschespritze das erste Mal gegossen. Mit einer normalen Gießkanne würden alle Samen wieder von ihrem Platz weggeschwemmt werden. Das wäre schade, nachdem ich jeden einzelnen Erdbeersamen mühsam an seinen Platz gelegt habe.
Der Topf steh noch innen am Fenster, damit die Bodentemperatur nicht unter 15/16°C fällt.
Wenn die Saatschale oder der Topf in einer Umgebung mit geringer Luftfeuchtigkeit steht oder man sie nicht zwei Mal am Tag befeuchten kann, dann sollte die Schale mit einem weißen Papier abgedeckt werden, damit die Samen nicht austrocknen.

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22. März 2015
von erdbeeranbauer
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Erdbeernachtisch

imageWohl dem, der noch eingefrorene Erdbeeren in seinem Gefrierschrank findet. Daraus lässt sich schnell ein leckerer Erdbeernachtisch zaubern:

Erdbeeren zusammen mit etwas Zucker und ebenfalls im Gefrierschrank gefundenen Johannisbeeren kochen. Mit ein wenig stärke die gewünschte Konsistenz herstellen – lecker!

16. März 2015
von erdbeeranbauer
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Wühlmäuse verjagen

Gut. sicher kein spezifisches Blumenkastenproblem. Dennoch schlagen wir uns seit kurzen damit herum, wie man Wühlmäuse erfolgreich bekämpfen kann.image

Eine ausführliche Recherche hat ergeben, dass es recht viele Ansätze gibt, die sich aber komplett unterscheiden. Von Hausmitteln über die Chemiekeule bis hin zum systematischen Einfangen ist alles möglich.

Erkennen von Wühlmauslöchern: Die Löcher sehen ähnlich aus wie Löcher von Maulwürfen. Vor Eröffnung der Jagd muss aber sicher sein, dass es sich nicht um Maulwürfe handelt: Maulwüfe sind geschützt und dürfen höchstens vergrault werden.
Erkennbar ist der unterschied u.a. durch die Erdhäufen: Maulwürfe errichten einen „Maulwurfshügel“ über den Löchern. Wühlmäuse lagern die Erde neben dem Loch.

imageHausmittel

  • Knoblauch
  • Knoblauchsud
  • Tierhaare
  • Geräusche
  • Natürliche Feinde anlocken: Greifvögel, Wiesel
  • Zwiebeln

Chemische Keuleimage

  • Vergiftete Köder
  • Gas

imageFangen

  • Fallen

19.03.: Recherchearbeit läuft…

27. Februar 2015
von erdbeeranbauer
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Blumenerde kaufen

Heute war der Plan, Blumenerde einzukaufen. Allerdings kann man vor der ungeheuren Vielfalt des Angebot fast kapitulieren. Welche der 20 Sorten soll es denn sein?

Für mich der Anlass, einen kleinen Überblick über das Angebot an Blumenerde zu geben.

Auf den ersten Blick scheint es seltsam, dass Blumenerde einmal 0,99€ pro Sack kostet, direkt daneben aber Pflanzerde für 7,99, 8,99 und 9,99 der 20l Sack zu finden ist! Wie kommt es denn zu solchen Preisunterschieden bei Blumenerde?

Zum einen liegt das an der Herstellung. Wird per ökologisch sehr bedenklichen Torfabbau gewonnen, entstehen fast nur die Transportkosten. Wird schlecht aufbereitetes Recyclingmaterial verwendet, ist das ökologisch zwar günstiger, eine gute ERde hat man aber dennoch nicht.

Welche Kriterien spielen denn eine Rolle bei der Bewertung von Blumenerde?

Aussehen: Schon am Aussehen kann der Kundige erkennen, wie es um die weiter unten aufgeführten Eigenschaften aussieht: Sieht die Blumenerde sehr trocken aus, ist dies ein Nachteil, ebenso wenn noch unverrottete Holzstücke oder andere Pflanzenfasern zu sehen sind. Eine dunkle Farbe spricht für eine nährstoffhaltige Erde.

Geruch: Auch der Geruch bietet Hinweise auf die Qualität: Ein muffiger, schimmeliger Geruch ist stets ein Ausschlusskriterium. Der Geruch nach Waldboden hingegen spricht für die Blumenerde.

Konsistenz: Die Erde muss gut durch die Hände rieseln, locker und luftig sein. Eine verklumpte und verklebte Erde ist nicht förderlich für das Pflanzenwachstum.

Wasseraufnahmefähigkeit/Wasserabgabefähigkeit: In beiden Disziplinen muss die Erde gut sein. Das Wasser eines starken Regengusses muss schnell ablaufen können, damit keine Staunässe entsteht. Insbesondere bei Erdbeeren spielt das eine große Rolle. Aber ebenfalls muss so viel Feuchtigkeit gehalten werden, dass die Erde nicht zu schnell austrocknet. Man kann diese Eigenschaften über Versuche ermitteln oder durch Aussehen und Konsistenz darauf Rückschlüsse ziehen.

Nährstoffgehalt: Der Nährstoffgehalt einer Blumenerde ist nur durch chemische Tests zu ermitteln. Daher ist üblicherweise der Nährstoffgehalt Von Stickstoff, Phosphat und Kalium angegeben. Düngerzugaben bei Blumenerden sind aber üblich und zumindest für das erste Jahr darf man davon ausgehen, dass die Erde ausreichend Nährstoffe in sich trägt. Je nach Pflanzensorte muss der ambitionierte Hobbygärtner natürlich nach einiger Zeit nachdüngen.

Förderung des Pflanzenwachstums: Auch diese Eigenschaft kann nur durch den VErsuch ermittelt werden. Sind aber zu oben angeführten Eigenschaften aureichend, ist davon auszugehen, dass die Pflanze in dieser ERde auch ordentlich wachsen kann.

Vorgesehener Verwendungszweck: Hier gibt es nun unzählige Varianten der Blumenerde: Pflanzerde, Graberde, Orchideenerde, Kakteenerde, Anzuchterde oder Rhododendronerde. Sie unterscheiden sich in der Fähigkeit, Wasser abzuleiten, der Rieselfähigkeit, Sandgehalt oder im Nährstoffgehalt.

Der Preis der Blumenerde:

Billige Blumenerde wird häufig durch Raubbau an Torf bezahlt. Eine Umweltkatastrophe, da der Torf Tausende Jahre benötigte, bis er sich gebildet hat. Wie bei allem ist es auch bei der Blumenerde so, das Qualität ihren Preis hat. Aber es muss auch nicht die teuerste Erde sein. Verschiedene Tests und Ratgeber geben Auskunft darüber, welche Blumenerde zu empfehlen ist:

Blumenerdetest bei test.de
Blumenerde aus dem Baumarkt im Test beim NDR
Blumenerde im Test beim WDR

 Fazit:

  1. Verwende Blumenerde, die zum Einsatzzweck passt.
  2. NEIN: zu viel unverrottete Biomasse, zu hoher Rindenanteil, Holzfaser, verklebte oder klumpige Erde, ökologisch bedenklicher Torf.
  3. JA: Dunke Farbe, lockerer, luftiger Griff, waldiger Geruch, ausgewogener Nährstoffgehalt.

 

23. Februar 2015
von erdbeeranbauer
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Erdbeeren pflegen im Februar

So. es geht wieder los!

Was ist im Februar im Erdbeerblumenkasten zu tun?

  • Ende Februar kann man damit beginnen, seine Erdbeeren aus Samen selbst zu ziehen. Also erst einmal Samen kaufen, natürlich nur im Fachhandel.
    Das ist dieses Jahr bei mir wieder verstärkt der Plan, da ich im letzten Jahr keine Erdbeeren gesät habe.
  • Auch sollten nun die Blumenkästen wieder pflanzbereit gemacht werden. Im Grund ist noch Zeit. Aber um die alte Erde zu ersetzen kann man die ruhigen Stunden am verregneten Nachmittag gut nutzen.

Genau das passiert bei uns dieser Tage. die alten, mittlerweile zu alten Erdbeerpflanzen aus den Blumenkästen werden nun durch komplett neue ersetzt.

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Komplett neue Erdbeeren? Nein, nicht ganz. Eine der vorletztes Jahr selbst gesäten Erdbeeren hat sich als so kräftig und bildhübsch gezeigt, dass sie in einen Topf vereinzelt wurde und der Hoffnungsbringer für reichhaltigen Ertrag im nächsten Jahr ist:

2015-02-23 11.24.43Wir werden shen, was sich ergibt. Weiterhin werde ich in dieser Woche noch mit der ersten Aussaat beginnen. Diesmal werden es ganze zehn Erdbeersorten sein, von denen ich zehn Tage lang alle zwei Tage ein Nüsschen einsetzen werde. Davon verspreche ich mir, herauszubekommen, welcher Pflanztermin wirklich der beste ist und von den Erfahrungen im Folgejahr zu zehren.

 

12. Januar 2015
von erdbeeranbauer
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Erdbeeren im Kübel/Blumenkasten/Topf vs. Beet

Was in der Politik das Sommerloch ist, ist beim Erdbeeranbauer die Winterpause. Wenig los im Blumenkasten, dennoch das Bedürfnis, endlich wieder was zu schreiben.

Zeit also, um grundsätzlich zu werden.

Dieser Blog propagiert unverhohlen den Erdbeeranbau im Blumenkasten. Ursprünglich aus der Not heraus, da nur ein Fensterbrett im 4. Stock zur Verfügung stand. Nun aus missionarischem Eifer: Gibt es doch viel mehr Menschen, denen Erdbeeren vor dem Fenster fehlen als im Beet.

Erdbeeranbau im Blumenkasten ist billig und überall möglich. Es reicht eine einfache Wohnung mit einer Fensterbank – wobei ich nun davon ausgehe, das jede Wohnung zumindest ein Fenster hat. Für das Hobby Gärtnern ist also nicht unbedingt ein Garten nötig – nicht einmal ein Balkon!

Der Balkon wäre die nächste Stufe. Dort ist es sinnig, alle pflanzen in Töpfen oder Kästen zu haben. Hier ist der Topf oder Blumenkasten dann Gestaltungselement. in so einem großen Pflanzkübel machen sich Pflanzen, die über die Zierde hinaus einen Nutzen bringen besonders gut. Erdbeeren besonders gut.

Hat man selbst Kinder oder kommt Besuch mit kleinen Kindern stellt der Blumenkasten mit Erdbeeren zumindest von Mai bis Oktober den Mittelpunkt des Interesses dar: Bei geschickter Sortenwahl kann man vom Frühsommer bis in den späten Herbst hinein ernten.

Die Anzucht und die Pflege ist ein schönes Hobby, bei dem man einiges lernt und von dem man auch etwas hat! Ob der praktische Nutzen sich in Erdbeermarmelade oder Erdbeerkuchen niederschlägt ist gar nicht so wichtig. Als Einstieg für Kinder ins Gärtnern ist die Eigene Erdbeerpflanze ideal!

Vorteil des Anbaus auf der Fensterbank: Kurze Wege! Steht neben den Kräutern auf der Fensterbank des Küchenfensters ein Erdbeerpflänzchen, kann man zwischendurch immer mal naschen.

Obschon es Schädlingsresistente Erdbeersorten gibt, kann es im Beet zu einem Befall kommen. Keine Schnecken: Auf der Fensterbank darf man hingegen erwarten, von Schnecken nichts zu sehen. Auch Fäule ist eher selten, da ein guter Blumenkasten Staunässe verhindern. Läuse einfach bekämpfen: Läuse können zwar auftreten, sind aber durch die Isolierte Lage auf der Fensterbank wesentlich einfacher zu bekämpfen.

Zu guter Letzt hat die Mobilität des Topfes oder Blumenkastens immense Vorteile: Ein Umzug des „Gartens“ ist einfach zu bewerkstelligen.
Die Überwinterung stellt kein Problem dar. Der Blumenkasten wir einfach an einen geschützten Ort getragen und kann dort einfach überwintern.

 

 

20. September 2014
von erdbeeranbauer
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Erdbeeren richtig putzen

Erdbeeren waschen: Vor dem Verzehr gekaufter Erdbeeren sollte man sie putzen. Bei eigenen Erdbeeren kann man sich entscheiden, ob es nötig ist, aber bei gekauften Erdbeeren weiß man nicht, ob sich Düngemittelreste oder gar Pestizide daran befinden.

Am besten säubert man Erdbeeren in einem Sieb unter fließenden Wasser. Dann verschwinden die abgewaschenen Stoffe sofort und kommen nicht mit anderen Erdbeeren in Berührung. Zu lange sollte man aber nicht waschen: Die Erdbeeren werden dann matschig und das Aroma wirkt weniger intensiv.

Wichtig: Erst nach dem Waschen werden Stiel und Blätter entfernt – die Erdbeeren nehmen das Wasser sonst auf!

Erdbeeren und Schimmel: Ebenfalls müssen Erdbeeren unter fließendem Wasser gewaschen werden, wenn sich teilweise Schimmel an Erdbeeren in der Schale befindet befindet. Erdbeeren, die an einigen Stellen geschimmelt sind, müssen entsorgt werden. Es reicht nicht aus, die schimmligen Stellen weg zu schneiden. Schimmelsporen sind nämlich unsichtbar und können sich auf der ganzen Erdbeere befinden