Die Entscheidung für oder gegen regionale Früchte wird um so schwieriger, je mehr man weiß. Regional einkaufen ist durch kurze Wege umweltfreundlicher. Klingt nicht nur ökologisch, sondern auch logisch.
Es kommt aber auf den Einzelfall an: Wer Anfang Mai auf dem Wochenmarkt ein 500g-Schälchen heimische Erdbeeren kauft, setzt mehr Kohlenstoffdioxid frei als jemand, der sein Schälchen spanische Erdbeeren im Supermarkt kauft.
Das liegt daran: Klar sind regionale Früchte klimaschonender als eingeführte oder eingeflogene – wenn sie direkt vom Feld oder vom Baum kommen! Ansonsten muss energieaufwändig gekühlt werden. Und da die spanischen Erdbeeren auf im Mai noch nicht beheizt und beleuchtet werden müssen, sind sie trotz langer LKW-Fahrt immer noch klimafreundlicher als regionale, beheizte, folienabgedeckte und betüttelte Erdbeeren.
Überaschenderweise kann der Käufer den größten Anteil an der Klimabilanz ausmachen: Wer seine Erdbeeren mit dem Rad oder zu Fuß einkauft iast am umweltfreundlichsten. Dann sei es auch egal, ob regional oder global eingekauft wird. Sagt Rewe. Berücksichtigt man aber auch andere Kategorien (Wasserverbauch,…) ist der ökologische Fußabdruck der verzehrten Erdbeeren unglaublich stark vom Einzelfall abhängig.
Ich rate dazu, Erdbeeren selbst anzubauen, keine Folien,… zu verwenden, höchst sparsam zu düngen und die Pflanzen entweder vor dem Fenster im Blumenkasten anzubauen (gar keine Transportwege!) oder ein Beet in fußläufiger Entfernung anzulegen.

Pingback: Tipps für den Erdbeereinkauf - Erdbeeranbau im Blumenkasten