Erdbeersorte Eros

Eros ist seit Anfang der Neunziger auf dem Markt. Gedacht war sie als Ersatz die Erwerbserdbeersorte Elsanta gedacht. Die Sort kann aber auch ohne den systematischen hohen Aufwand des Erwerbsanbaus im Hobbygarten gepflanzt werden.

Von Vorteil ist, dass die angenehm schmeckenden Früchte über den Laub wachsen. Daher tritt auch die ruchtfäule bei dieser Erdbeersorte selten auf, zudem ist die Sorte Eros gegen  Wurzelfäule und Mehltau wenig anfällig.

Die Erdbeersorte Eros eignet sich für den Hausgarten und den Balkon, insbesondere für alle, die Erdbeeren am liebsten direkt von der Pflanze genießen wollen.

Walderdbeere – Erdbeeren am Wegesrand

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Keine gezüchtete Erdbeersorte, sondern die eher wilde Sorte Walderdbeere. Die Walderdbeere ist entgegen der Erwartung, die der Name der Erdbeersorte weckt nicht im Wald zu finden. Da auch die Walderdbeere eher einen sonnigen Standort vorzieht, ist sie eher auf Lichtungen odr an Waldrändern zu finden.

Die Walderdbeere ist nicht die Urfom der Erdbeere, sondern eine Kreuzung (Chileerdbeere x Scharlacherdbeere)

Mehr Erdbeersorten sind im Erdbeersorten Überblick zu finden.

 

Erdbeersortensammlung aktuell

Meine Erdbeersorten auf dem Balkon habe ich heute einmal mit den Blüten und Früchten fotografiert. Es ist schön zu erkennen, wie unterschiedlich die Erdbeersorten im Wuchs, in der Tendenz Ranken zu bilden und in der Fruchform und Farbe verschieden sind.

An den Blüten würde ich die Sorten nicht unbedingt erkennen, aber die anderen Sortenmerkmale sind teilweise sehr deutlich.

Es stellt sich wieder einmal heraus: Erdbeere ist nicht gleich Erdbeere – Es macht einen unterschied, welche Sorte gepflanzt wird!

Senga Sengana:

Bluete Senga Sengana Erdbeere Senga Sengana Erdbeere Senga Sengana im Querschnitt

Fresca:

Erdbeerblüte Erdbeersorte Fresca ERdbeere Fresca Frucht ERdbeere Fresca im Querschnitt Fruchfleisch

Klettererdbeere:

Blüte der Klettererdbeere Frucht der Klettererdbeere Hängeerdbeere Klettererdbeere Frucht Fruchtfleisch Querschnitt

Beltran:

Erdbeerblüte Sort Beltran Erdbeere Frucht der Sorte Beltran Erdbeere Frucht der Sorte Beltran im Querschnitt

Update der Bilder der Sorte Beltran am 24.07.2011

Sortenschutz

Nachdem die Problematik des Sortenschutzes im letzten Artikel diskutiert wurde, hier einmal ein genauerer Blick auf die Thematik, speziell in Hinischt auf Erdbeersorten.

Der Sortenschutz von gezüchteten Pflanzensorten – gesetzlich geregelt im Sortenschutzgesetz – ist (mindestens) umstritten. Demnach sollen Pflanzen, die durch Patente oder Sortenschutz geschützt werden nicht genutzt werden, um weiteres Saatgut herzustellen. Das Landwirteprivileg gibt den Rahmen vor, im welchem Umfang das dennoch gestattet ist.

Screenshot der Seite des Bundessortenamte
Das Bundessortenamt beschäftigt sich unter anderem mit den Sortenschutzgesetz

Di Argumentation der Befürworter ist, dass die Züchtung neuer Sorten mit großen Geld- und Arbeitsaufwand verbunden ist. Nur durch den Sortenschutz seiene diese Investitionen unternehmerisch sinnvoll und ermöglichen eine weitere Zuchtarbeit mit weiteren Verbesserungen der Eigenschaften.

„Patente auf Leben“, also auch auf Pflanzen, halte ich für irgendetwas zwischen diskussionswürdig bis ethisch untragbar; Das Monopol der „Erfinder“ einer Sorte auf Herstellung der Pflanzen oder des Saatgutes ebenso. Dürfen also geschützte Sorten – nach dem Gesetz und nach dem gesunden Menschenverstand-  im eigenen Garten vermehrt werden?

Nach meinem Rechtsverständnis ja, das Bundessortenamt bejaht dies in einer E-Mail an mich ebenfalls – zumindest für nichtkommerzielle Gärten:

„[..] sind Handlungen im privaten Bereich zu nicht gewerblichen Zwecken erlaubt [..]“

Zudem sei das Landwirteprivileg zum Nachbau von Pflanzen auf bestimmte Arten beschränkt, „Es gilt nicht für die Erdbeere“.

Die Diskussion um die ethische Fragwürdigkeit der Rechte auf Sorten und Gensequnzen wird diese Aussage nicht beenden können. Für private Gärten hat sich die Fragestellung aber erledigt.

(Dieser Artikel ist kein juristischer Fachtext und stellt keine verbindliche Rechtsberatung dar!)

Erdbeersorte Lambada

Lambada ist nach Aussage vertrauenswürdiger Ratgeber DIE Erdbeersorte. Unser gestriger Besuch zum Länderspiel Deutschland-Serbien lobte die Sorte Lambade über den grünen Klee als seine ausgewiesene Lieblingssorte.

Grund genug, sich einmal mit den zugehörigen Fakten zu beschäftigen:

Lambada genießt Sortenschutz, das heißt, dass man sie kaufen muss und nicht selbst vermehren darf. Die Sorte Lambada wird oft im Erwerbsanbau eingesetzt, aber auch für den eigenen Garten ist sie sehr geeignet. Umso mehr, als dass die Sorte sich bezüglich ihrer Ansprüche an den Standort recht genügsam zeigt.

Der Ertrag ist etwas geringer als bei den üblichen Elsanta, aber der Geschmack ist prima, so dass Lambada meist als Gourmet-Erdbeere verkauft wird.

Die kegelförmigen Früchte sind groß, werden bei der zweiten Ernte aber etwas kleiner. Die Erdbeeren der Sorte Lambada sind gleichmäßig rot, die Konsistenz ist fest. Die Früchte glänzen außen, das Fruchfleisch sieht durch die gleichmäßig rote Färbung sehr appetitlich aus.

Der Geschmack ist mittelkräftig, Lambada schmeckt süß, hat eine angenehme Säure.

Der ordentliche Ertrag macht den Einsatz im eigenen Beet attraktiv. Dabei muss aber der Pflanzabstand etwas größer gewählt werden, da Lambada kräftig wächst. Die Sorte blüht oberhalb des Laubes, ist somit auch schön anzusehen.

Vorsicht: Der möglichen Fruchtfäule muss durch saubere Reihen entgegengewirkt werden, ebenfalls ist die Sorte anfällig für Wurzelfäule.

Noch mehr Sorten sind hier zu finden.