Septembergartenarbeitenarbeiten

Der Erdbeergarten im Herbst, bzw. speziell  im September bietet vielfältige Betätigungsmöglichkeiten:

Erdbeerernte im September 2010Pflanzzeit! Auch jetzt können noch Topfpflanzen gesetzt werden. Allerdings werden jetzt gepflanzte Erdbeeren im nächsten Jahr nicht den vollen Ertrag bringen. Wenn doch gepflanzt werden soll: Besonders auf einen kräftigen Wurzelballen achten, damit kann zwar nciht der volle Ertrag erreicht werden, aber zumindest wird es keinen Totalausfall geben.

Erntezeit! Manche remontierenden Sorten können jetzt geerntet werden. Dazu mussten aber die ersten Blüten der Pflanzen entfernt werden. Eine reiche Ernte ist den zweiten Blüten zu verdanken. Das betrifft unter anderem die Sorten Evita und Ostara.

Düngen! Jetzt besteht die Möglichkeit, Mist wie im August beschrieben, einzuarbeiten.

Gießen! Trockenheit im Herbst führt zu Ernteausfällen im Folgejahr.Erdbeeren im September 2010 im Blumenkasten

Kontrolle! Sind Spuren von Schädlingen zu erkennen? Ausgefressene Herzen –> Gammaeule; Schäden ohne Schädlinge–> nachtaktive Raupen, die Nachts bei künstlichem Licht abgesammelt werden können.

Ausdünnen! Ausläufer abschneiden, Pflanzen ausdünnen, dadruch haben die Erdbeerpflanzen mehr Kraft im Folgejahr.

Der Juli und das Erdbeerbeet

Das Meiste, das im Juli zu erledigen ist, dient der Vorbereitung aufs das nächste Jahr.

Wesentlich fürs nächste Jahr ist die Vermehrung: Die Ableger der markierten Mutterpflanzen werden für die Eigenvermehrung abgenommen und gepflanzt. Selten gehen zwischen den Reihen auch Sämlinge auf. Leider sind sie in der Regel nicht als Ertragspflanze verwendbar.

Jetzt ist Pflanzzeit für die Pflanzen des nächsten Jahres. Je früher die Pflanzen jetzt eingesetzt werden, umso höher der Ertrag und umso schöner die Früchte im Jahr darauf. Es eignen sich am ehesten getopfte Pflanzen: Sie werden im aktuellen Jahr nicht zu hoch, dadurch wird vermieden, dass sie im Winter Schäden durch Austrocknen erfahren.

Gerodete Erdbeerbeete können mit Vorkulturen bepflanzt werden. Bei richtiger Auswahl wird daduch die Gefahr eines späteren Krankheitsbefalls gemindert: Rote Beete, Zuckerrüben oder Tagetes vermindern den Befall durch unerwünschte Fadenwürmer.

Das Laub der Erdbeeren sollte jetzt unbedingt entfernt werden, da in ihm Stoffe enthalten sind, die das Blütenwachstum hemmen. Es gilt zu vermeiden, dass diese Stoffe in die Wurzel gelangen können. Dabei ist aber vorsichtig vorzugehen: Das Herz der Pflanze darf beim Laubentfernen nicht beschädigt werden.

Was der Gärtner im April; noch erledigt haben will

Im April gehts richtig los mit der Arbeit. Hier wird aber auch ein großer Teil der Grundlage für die Ernte im Sommer gelegt.

Erdbeeren pflanzen. Wer im letzten Sommer keine Erdbeeren mehr gepflanzt hat, kann im April kräftige Erdbeerpflanzen aus Töpfen pflanzen. Genauso habe ich es vor einigen Jahren gehandhabt. Die Erdbeerpflanzen in meinem Blumenkasten habe ich als Topfware auf dem Wochenmarkt gekauft und in die Blumenkästen versetzt. Wer neu pflanzt sollte dabei auf resistente Sorten achten. Ebenfalls sollte man den Wurzelballen in Augenschein nehmen: Er sollte kräftig sein, Umhüllungen auf Kunststoff, Torf oder anderem müssen entfernt werden, sonst wachsen die Wurzeln später nur schwer in den umliegenden Boden.

Wenn noch nicht getan, sollten jetzt die Erdbeerpflanzen von altem Blätterwerk und Stängeln befreit werden. Unkraut sollte gejätet und der Boden aufgelockert werden. Die Bodenlockerung im Frühjahr darf aber nciht zu tief erfolgen: Sonst werden die empfindlichen Wurzeln beschädigt. Vor der Ernte ist das die letzte Möglichkeit zur Unkraut- und Laubentfernung.

Jetzt schon die Erdbeerpflanzen regelmäßig gießen. Die Ertrag damit deutlich erhöht.

Das Frühjahr, speziell der April, ist auch die Zeit, in der der Erdbeerblütenstecher aktiv wird. Dieser schwarze, 2-4mm lange Käfer überwintert in Laub und befällt vorzugsweise Erdbeeren und Himbeeren. Dabei legt das Weibchen einzelne Eier in die Knospen. Die Knospen vertrocknen und knicken ab. Der geschlüpfte Käfer ernährt sich später von den Blütenblättern und sorgt somit für einen massiven Ernteausfall. Vertrocknete und abgenickte Knospen müssen sofort entfernt werden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Was im März noch zu erledigen wäre…

So langsam wird es wieder wärmer. Draußen sein ist im März wieder angesagt und die Erdbeeren im Beet im Garten oder im Blumenkasten wollen wieder gepflegt werden.

Erdbeerpflanze ungejätet

Egal ob die Erdbeeren im Blumenkasten oder im Beet angebaut werden, jetzt beginnen die Erdbeerpflanzen neu auszutreiben. Wenn die alten Blätter vom letzten Jahr noch an der Pflanze sind, bereiten diese einen Nährboden für Schädlinge und Krankheiten. Die alten Blätter müssen abgeschnitten werden – hierzu verwende ich eine einfache Haushaltsschere. Nicht abreißen – denn dann entstehen an den Rissflächen Öffnungen und Angriffsfläche für Krankheitserreger und Schädlinge.

Die Erde zwischen den Erdbeerpflanzen im Beet oder Topf sollte aufgelockert werden und Unkraut entfernt werden. Dabei muss man aber vorsichtig zu Werke gehen, denn lockert man den Boden zu tief, könnten die Wurzeln der Erdbeeren beschädigt werden – das ist nicht nötig.

Erdbeere: Blätter entfernt, Boden gelockert

Sollte man noch keine Erdbeeren haben, bzw. sollen zu vorhanden Erdbeerpflanzen neue hinzukommen, dann ist jetzt im März die richtige Zeit, um Erdbeeren zu pflanzen. Pflanzen Sie die Erdbeeren in Blumenkästen oder in große Töpfe – dabei auf den Pflanzabstand achten!

Auch die Bodenvorbereitung sollte jetzt angegangen werden: Humusreicher, lockerer  Boden ist für Erdbeeren optimal.

Gesunde Pflanzen

Mit den richtigen vorbeugenden Maßnahmen hat man gesunde und ertragreiche Pflanzen im Beet oder im Blumenkasten.

Suchen Sie sich resistente Sorten aus. Unterschiedliche Sorten sind unterschiedlich empfidlich gegenüber verschiedenen Krankheitsbildern.
Bereiten Sie den Boden gründlich und tief vor. Dazu gehört auch eine Beetanlage, die Staunässe verhindert.
Auch der Standort hat eine Auswirkung auf die Plfanzengesundheit. Hier spielt wiederrum die Sorte eine Rolle. Das Zusammenspiel von Standort, Sorte und Bodenbedingungen sowie der dementsprechende Pflanzabstand sind das A und O!
Für schöne und gesunde Erdbeeren kann es notwendig sein, Stroh unterzulegen. Die Erdbeeren liegen dann nicht direkt auf dem Boden. Sie werden nicht schmutzig oder feucht,  was zur Fäulnis führen könnte.

Erdbeeren überwintern

Erdbeeren sind mehrjährige Pflanzen, daher stellt sich die Frage, wie man die Erdbeerpflanzen überwintern kann. Dabei darf aber nicht verwechselt werden, dass einmal tragenden Sorten ebenfalls mehrjährig sind. Das einmal bezieht sich nur auf die Häufigkeit der Ernte im Jahr.

Frost kann bei den empfindlichen Erdbeerpflanzen einigen Schaden anrichten. Erdbeerblüten erfrieren schon bei Temperaturen zwischen -0,5°C und -1,5C. Dies zeigt sich dann durch eine Schwärzung des Blütenbodens – dann ist es allerdings schon zu spät.

Erdbeeren im Blumenkasten oder im Topf sind recht unkompliziert zu überwintern. Es reicht in unseren Breiten aus, die Kästen oder Töpfe in ein geschütztes Eck, möglichst an der Hauswand, zu stellen. Gegebenenfalls können die Pflanzen noch mit Stroh oder Reisig (Fichte) abgedeckt werden.

Bei Erdbeeren im freien Beet kann das anders aussehen. Erdbeeren wurzeln nicht tief und sind daher vollständig dem Frost ausgesetzt. Schutz bietet Stroh zwischen den Reihen oder ebenfalls Reisig (Fichte). Eine Plane ist nicht zu empfehlen! Ein Vlies hingegen bietet Schutz und schließt das Beet so ab, dass Feuchtigkeit und Luft im richtigen Maße zirkulieren können: Pilzkrankheiten und Fäulnis wird so vorgebeugt.

Spätfrost kann genauso begegnet werden. Zusätzlich verzögert eine Wärmeisolation auch den Austrieb: Spätfrost kann so weniger Schaden anrichten. Belässt man das Stroh allerdings zu lange zwischen den Erdbeeren, besteht die Gefahr der Fäulnis und anderer Erkrankungen.

Erdbeeren zurückschneiden

Jetzt im Herbst ist die Zeit, um Erdbeeren zurückzuschneiden.

Dazu sollen alle Blätter bis auf die Herzblätter nach der Ernte zurückgeschnitten werden. Wer eine große Erdbeerfläche hat, kann dazu auch einen hoch eingestellten Rasenmäher verwenden. In meinem Blumenkasten ist das nicht durchführbar. Vielleicht wenn ich einen sehr kleinen Mäher nehme?

Der Grund für die Aktion ist, dass die alten Blätter nach der Ernte Hemmstoffe bilden. Das sorgt für eine schlechtere Ernte im nächsten Jahr.

Da meine Erdbeerpflanzen immernoch Früchte tragen und auch jetzt, Mitte September, immernoch blühen, habe ich nur die alten Blätter abgeschnitten.  Sieht etwar kahler aus jetzt, aber umso grüner 😉

Erdbeeren im Herbst
Erdbeeren im Herbst